Was ist Deep Sky?

Bei Deep Sky handelt es sich um die Fotografie von weit entfernten Astronomischen Nebeln und sehr weit entfernten Galaxien.


Das Fotografieren dieser astronomischen Objekte ist nicht sehr leicht, da man vielen Schwierigkeiten gegenübergestellt wird.


      Dunkelheit

      Erdrotation

      Lichtverschmutzung 

      Sehr große Entfernung der Deep Sky Objekte

      Die Größe der Deep Sky Objekte

      


1) Dunkelheit

Das erste und größte Problem ist, dass es natürlich dunkel ist und jeder der Nachts mit dem Handy schon einmal versucht hat, ein Foto zu machen weiß, dass das nicht so leicht geht. Damit man etwas sieht, muss man entweder sehr lange Belichten, ein lichtstarkes Objektiv haben oder mit der ISO sehr hoch gehen. Jeder einzelne Parameter bringt aber Probleme mit sich, wo wir zum nächsten Punkt kommen.


2) Erdrotation

Warum gibt es Nacht und Tag? Wieso bewegen sich die Sterne am Himmel? Weil sich die Erde dreht. Man mag nun glauben, dass das für ein Foto doch egal ist, schließlich stehen wir doch auf festen Boden, aber das hat einen sehr großen Einfluss! Mit Weitwinkel Objektiven mag das keinen großen Einfluss haben, da kann man bis zu 30s belichten, wenn man allerdings reinzoomt, stößt man schnell auf Grenzen! Ein Faustformel für APS-C Sensoren ist 300/Brennweite. Mit 150mm kann man etwa 2 Sekunden belichten, bevor die Sterne zu kleinen Strichen werden, bei 300mm nur noch 1 Sekunde.

Abhilfe kann man sich mit einer Nachführung verschaffen, welche durch eine sehr genaue Ausrichtung am Himmel die Erddrehung ausgleichen kann. 


3) Die Größe der Deep Sky Obejekte

Da die Nebel und Galaxien so wahnsinnig weit weg sind, braucht man sehr große Brennweite, was im Konflikt mit der Belichtungszeit steht. Manche Objekte sind so klein, dass sie selbst bei 300mm Brennweite nicht mehr als ein paar Pixel groß sind.


4) Die große Entfernung der Deep Sky Objekte 

Da die Deep Sky Objekte kosmische Nebel in unserer Galaxie oder sogar andere Galaxien sind, muss das Objektiv sehr lichtstark sein, da lange Belichtungszeiten schwer zu realisieren sind. Gerade im Bereich des Teles ist das aber nur mit viel Geldeinsatz möglich.


5) Lichtverschmutzung

Sowohl irdische Lichtquellen, als auch der Mond sind sehr störende Einflüsse auf die Deep Sky Fotografie. Gerade wegen der geringen Helligkeit der Objekte sollte es am eigenen Standort so dunkel wie nur möglich sein. Eine mondlose klare Nacht ist dabei eine feste Voraussetzung.




Wie mache ich die Bilder?

Nachdem wir jetzt wissen, wieso das Aufnehmen der Bilder so schwierig ist, stellt sich nun die Frage, wie ich die Fotos aufnehme. Wenn man eine Nachführung hat und sie genau eingestellt hat, sind 30s ohne Probleme möglich. Da die meisten hier aber sicherlich Einsteiger sind, gehe ich auf die Möglichkeiten der Deep Sky Fotografie ohne Nachführung ein.

 

An vielen Stellen im Internet steht, dass Deep Sky ohne Nachführung nicht möglich ist. Auch ich habe das früher enttäuscht gelesen, aber ganz richtig ist das nicht. Wenn man die Erwartung etwas herunterschraubt, kann man auch ohne Nachführung brauchbare Aufnahmen erzielen.

Ich empfehle dafür 2 Deep Sky Objekte, die Andromeda Galaxie und den Orion Nebel.

 

Als Brennweite sollte man so wenig wie möglich, so viel wie nötig verwenden. Ich habe Anfangs mein Tele 70-300 mit f4 bei 70mm verwendet, später meine Festbrennweite mit 105mm bei f2.8. Mit der Fausformel kann man also zwischen 3 und 5 Sekunden belichten. Die ISO wird dabei auch so niedrig wie möglich, so hoch wie nötig eingestellt. Es kommt dabei natürlich auch auf die Kamera an. ISO 3200 ist dabei aber ein guter Richtwert.

 

Hat man die Kamera nun also auf das Objekt ausgerichtet, scharfgestellt und richtig eingestellt, kann man mit den Fotos beginnen. Wenn ihr das erste Foto macht, dürft ihr aber nicht enttäuscht sein, wenn fast nichts zu sehen ist. Das hat seine Richtigkeit! Es sollte in etwa so aussehen:

 

 

BILD : TO BE DONE

 

 

Nun macht ihr zwischen 100 und 400 Fotos. Je mehr Fotos, desto besser wird das spätere Ergebnis. Es ist darauf zu achten, dass sicj die Erde dreht und somit das Objekt von Bild zu Bild aus der Mitte des Bildausschnittes wandert und nach etwa 100 Fotos komplett das Bild verlässt. Ein regelmäßiges Ausrichten der Kamera ist deshalb unabdingbar. Für eine weitere Verbesserung sollten noch Darkframes erstellt werden. Das sind komplett schwarze Bilder, welche durch das aufsetzen des Objektivdeckels gemacht werden. Diese sind dafür da, das Rauschen zu reduzieren.


Wie Bearbeite ich die Aufnahmen?

Nun habt ihr viele Fotos gemacht, was jetzt?

Es gibt verschiedene Programme, die Bilder zu "stacken". Dabei werden alle Bilder über einen Algorithmus addiert und somit aufgehellt. Einerseits wird es heller, anderseits wird das zufällige Rauschen reduziert. Mit den Darkframes wird zusätzlich das systematische Rauschen reduziert.

 

Einerseits gibt es fitswork?!?! Mit diesem Programm kenne ich mich nicht aus, es gibt aber diverse Informationen im Internet.

Die zweite Möglichkeit ist der Deep Sky Stacker, mit welchem ich meine Fotos stacke. In diesem muss man alle Bilder, die normalen und auch die Darkframes einfügen und rechnen lassen. Leider ist das Programm sehr störanfällig, wenn es aber endlich klappt, was bei 400 Bilder gut und gerne viele Stunden dauert, ist das Ergebnis sehr zufriedenstellend. Auf die genaue Vorgehensweise will ich nicht eingehen, da es viele Tutorials im Internet gibt. Ich will nur ein paar Anmerkungen zur anschließenden Bearbeitung im Deep Sky Stacker geben, da dort meistens die Schwierigkeiten liegen. Anbei habe ich ein Bild, welches die generellen Einstellungen zeigt, wie die Regler sinnvollerweise eingestellt werden sollen. Selbstverständlich weichen die Einstellungen von Bild zu Bild ab.

 

BILD: TO BE DONE